Sonntag, 23. Mai 2010

Schadenslagen

Jetzt bin ich ja nicht gerade der große Rollenspieler. Ich habe schon immer Schwierigkeiten gehabt mich in sowas einzufinden. Besonders, wenn es um unrealistische Dinge ging. Also spätestens, wenn ein Drache drin vorkommt, ist es bei mir rum.

Nun kommt man jedoch hin und wieder im Leben in Situationen, da wird man gar nicht weiter gefragt, sondern muss einfach mitmachen.

Beispielsweise auf Lehrgängen. Da bekommt man also ein Modellauto und/oder eine Funktion zugewiesen "Hier, Du bist Gruppenführer der Sanitätsgruppe" oder "Du bist Untereinsatzabschnittsleiter des Einsatzabschnitts 3". Zusätzlich bekommt man noch ein Funkgerät und schiebt sein Auto anhand der Anweisungen über eine überdimensionale Modelllandschaft. Nachdem alle Führungsposten vergeben waren, stand ich immer noch funk- und führungslos in der Gegend rum. Fand ich auch nicht weiter tragisch, weil siehe oben.

Ich hoffte schon, mit der Rolle des stillen Beobachters durchzukommen. Aber nein... Irgendwann forderten die anderen Teilnehmer einen Bus an. Und plötzlich war ich Busfahrer. Nicht mal mit Funk ausgestattet schob ich meinen Gelenkbus durch die Szenerie. Spannend. Sehr spannend.

Gerade hatte ich mich mit meiner neuen Rolle abgefunden, da passierte es:




Da wird einfach MEIN Bus zum Teil des Großschadens erklärt und einfach von einem LKW angerollert! Da musste ich mich kurzfristig doch etwas aufregen, weil ich mich zwischenzeitlich in meine Busfahrerrolle eingelebt hatte. Ich hab vor meinem inneren Auge bereits Fahrgäste angemault und Schüler des Busses verwiesen. Und dann sowas. Geht ja mal gar nicht!

Nunja. hat alles nicht geholfen. Mein Bus war hinüber und ich arbeitsloser Busfahrer. Das ist vielleicht gar kein so großer Unterschied zu dem, was ich nach Abschlusses des Lehrgangs bin. Jetzt bin ich nämlich (zumindest auf dem Papier) befähigt einen Zug zu führen, hab aber keinen.

Montag, 10. Mai 2010

Vorurteile ablaufen

Es gibt zwei Dinge, die ich nicht leiden kann: Den Schwarzwald und alles was damit zu tun hat.

Gut, ganz so ausgeprägt ist meine Aversion auch wieder nicht. Aber wirklich warm werde ich mit dieser Region auch nicht.

Trotzdem bin ich ohne zu maulen (und wenn dann nur ganz leise) mit Torsten und dem Border in Richtung Schapbach gefahren.

Als ob das nicht schon schlimm genug war, mussten wir, dank Ausbesserungsarbeiten auf der A5, über Frankreich ausweichen und über den verschneiten Kniebis gondeln.





Zum Glück war Schapbach bereits abgetaut und wir haben unser Quartier auf einem sehr netten Campingplatz bezogen.

Abends gab es dann eine Premiere: Der Border durfte mit in ein Gasthaus. Normalerweise lasse ich ihn immer im Auto, weil ich weiss, wie doof er sein kann. Aber trotz aller Bedenken hat er sich unter den Tisch verkrümelt und war die ganze Zeit nicht weiter hör- oder sichtbar. Braver Hund!

Da sowohl Torsten als auch ich gesundheitlich nach wie vor etwas angeschlagen waren, haben wir es WIRKLICH gemütlich und langsam angehen lassen.
Aber klar, wie sollte es anders sein, gleich zu Beginn hat der Schwarzwald alle verfügbaren Höhenmeter unserer Strecke auf die ersten beiden Kilometer verteilt. Habe ich erwähnt, dass ich den Schwarzwald nicht leiden kann?

Je länger wir unterwegs waren, desto schöner wurde die Aussicht. Wir hatten einen wunderschönen Ausblick und die Wege waren traumhaft. Bis zum Glaswaldsee ist uns keine Menschenseele begegnet. Lediglich ein paar Eichhörnchen haben den Border provoziert.





Und auch ich muss zugeben, der See war den Weg wert.
Dort haben wir unsere Vesperpause eingelegt. Und ob man es glaubt oder nicht, das Tütenessen war gar nicht schlecht. Beutel auf, heisses Wasser rein, Beutel zu, 10 Minuten warten und fertig. 5-Minutenterrine für Outdoorleute.




Zurück ging es über etwas größere Wanderwege, die jedoch auch nicht wesentlich stärker belaufen waren.
Auch hier kamen wir an wunderschönen Stellen vorbei.
Ich muss zugeben, auch wenn der Schwarzwald und ich nie beste Freunde werden, wir sind uns dieses Wochenende dann doch etwas näher gekommen...

Und selbst der Knox träumt von hohen Bäumen und Eichhörnchen:

Mittwoch, 5. Mai 2010

Sieg der Bescheidenheit!

Jahrelang habe ich still und schüchtern am Spielbrett gesessen, ruhig und unscheinbar meine Figuren vorgerückt, wurde rücksichtslos rausgeworfen und belegte häufig einen der hinteren, meist jedoch den letzten Platz.

Und? Habe ich gemeckert? Habe ich mir anmerken lassen, wie weh das tut? Ohhhh nein!

Ich habe tapfer durchgehalten und heimlich geübt.

Und dann war es gestern so weit: Selten ging aus einem Spiel ein klarerer Sieger hervor, selten hat ein Sieger eine solch ausgefeilte Taktik an den Tag gelegt, so geschickt gewürfelt und durchdacht seine Figuren gesetzt.

Bescheiden wie ich bin, habe ich meine Mitspielerinnen (Gegner kann man sie ja nach so einem Sieg nicht mehr nennen) meine Überlegenheit auch nach dem Spiel nicht spüren lassen.


Hier das Siegerfoto:



Und nur für den Fall, dass man es nicht genau erkennen kann, noch mal ein Zoom auf die Gewinner:

Montag, 26. April 2010

Bikinifigur

Der Border ist wieder zu dick. Ich dachte, die Futtermenge sei ok. Ich habe ihm immer zwei Becher Futter in den Napf geleert, dazu Gemüse- und Flockenmix. Etwas Öl und bissel was an Zusätzen.

Ich hatte nicht das Gefühl, es wäre zu viel. Bis ich gemerkt habe, dass der Hund etwas speckig um die Hüfte wurde.

Heute morgen habe ich dann mal auf die Futtertüte geguckt, wieviel so ein Border in etwa bekommen sollte und habe es mit der extra neu angeschafften Küchenwaage abgewogen. Huch... Nicht mal ein Becher wäre die richtige Menge. Kein Wunder, dass er eine Flugbahn hat wie ein Hinkelstein:


Aber wir arbeiten (mal wieder) an der Bikinifigur...

Sonntag, 24. Januar 2010

Endlich!



Die Winterpause ist beendet, wir laufen wieder!

Nachdem wir seit Bornem nicht mehr gelaufen sind, haben wir gestern die Wandersaison wieder eingeläutet. Torsten und ich haben auch ganz tolle neue Vorsätze! Wir wollen es langsam und vernünftig angehen lassen. Und viel gemütlicher...

Wir haben also tatsächlich PAUSEN (ok, eine Pause) gemacht und etwas gegessen. Wobei "gegessen" es nicht ganz trifft. Torsten hat gekocht. Er ist ja quasi der Alfons Schuhbeck unter den Wanderern!
Der Meisterkoch befasst sich mit seinem mobilen Herd:

(man beachte die topmoderne Sonnenbrille, die man auch bei völlig bewölktem Himmel formschön im wallenden Haar tragen kann)
Rinder-Jäger-Nudel-Pilzpfanne:


Ich für meinen Teil bin ja eher der Grobmotoriker unter den Wanderern. auf den völlig vereisten Wegen hat es mich mehrfach auf den Hintern gesetzt. (davon gibt es keine Bilder!)

Trotzdem war es unheimlich schön mal wieder stundenlang schweigend durch den Schwarzwald zu laufen.

Nur eine Kleinigket mussten wir am Ende feststellen: Wenn zum Schluss nichts weh tut, kein Blut geflossen ist und man nicht das Gefühl hat nie wieder laufen zu wollen, fehlt einem doch etwas.
Soviel zum Thema "gute Vorsätze"

Montag, 21. Dezember 2009

Mopsi Dick

Der Border, Kristie Alley und ich haben etwas gemeinsam: Wir haben Problemzonen.

Während Frau Alley recht medienwirsam abnimmt, leiden der Border und ich eher im Stillen.

Nur im Gegensatz zum Border läuft hinter mir niemand her und piekst mir als in die Speckröllchen und nennt mich Mopsi Dick.

Ich gebe zu, es ist auch nicht nett von mir das mit dem Hund zu machen. Aber mal ehrlich, ICH habe ihn nicht gezwungen die Futtertonne zu plündern und jede Mist zu fressen.
Da liegt er also wie ein dicker gestrandeter Wal:



Nach Weihnachten rolle ich ihn entweder zurück ins Meer oder wir tun beide etwas gegen unsere überflüssigen Pfunde...

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Dinge, die die Welt nicht braucht...

"Wer braucht schon einen Kalle?"

Diese Frage stellen sich Steffi und ich seit einigen Jahren. Und seit einigen Jahren kennen wir auch schon die Antwort: "Niemand braucht einen Kalle". Aber es ist völlig zweitrangig, ob man einen braucht oder nicht. Steffi hat nun mal einen Kalle.

Als er ganz klein war, war er fürchterlich niedlich





Als er größer wurde, wurde er immer fürchterlicher.
Er hat damals schon Dinge gemacht, die man nicht machen soll:





Er hat auch nie den Ernst der Lage begriffen. Kalle ist einer von den Hunden, die sich fürchterlich ungerecht behandelt vorkommen, wenn sie eins auf die Mütze bekommen. Er hat ja nichts gemacht... Er hat ja nur geguckt.






Wie auch immer. Steffi und Michel haben sich gerade eine Kalleauszeit genommen. Und nun habe ich wieder einen Kalle und zähle die Tage / Stunden / Minuten rückwärts